Das war besonders aufregend: Mit dem TB 14 auf den Arlberg!
Bis zur Rallye hatte ich nur wenig Gelegenheit das Auto zu testen, aber ich hatte ein gutes Gefühl. Schliesslich galt Alvis als Autobauer mit hohem Qualitätsanspruch.
So starteten wir am Mittwoch bei herrlichem Sonnenschein nach Lech. Die Anfahrt verlief problemlos, der Pass wurde nicht gerade im rasenden Tempo aber doch zügig bezwungen. Der Motor heizte unsere Füsse, aber oben herum wurde es dann doch zunehmend frischer und in Lech stiegen wir recht erfroren aus dem Auto. Man merkte die 1500 Höhenmeter doch deutlich.
Schon bei der Anmeldung zeigte sich, wie gut diese Rallye organisiert ist. Keine Staus im Anmeldebüro, rasche Abwicklung und helfende Hände beim bekleben des Fahrzeugs.
Am Donnerstag Nachmittag ging es dann auf den Prolog im Lech Canyon. Die Aufgaben waren zu bewältigen und das Wetter war perfekt, ein gelungener Auftakt. Freitag früh dann Aufbruch zur Tirol Runde. Über 280 km über Pässe und durch Täler, selbst für mich als Einheimischen gab es neue und unbekannte Strecken, die man sich merken muss. Die Autos wurden auf dieser Pässe Tour ganz ordentlich gefordert. Es waren immerhin 40 Vorkriegsautos dabei, die die Kombination aus vielen Bergaufkilometern und steigenden Temperaturen erstaunlich gelassen verkrafteten. Ein Beweis der guten Pflege. Leider war der älteste und mächtigste Teilnehmer ein American La France von 1917 mit 16 Litern Hubraum und 170 PS dann doch das erste Opfer. Sein Besitzer, Ingo Strolz, nahm gelassen. Auch die Gruppe der Nachkriegsfahrzeuge konnte sich sehen lassen, es war toll zu sehen wie die Reihe der Flügeltür Mercedes vor dem Start mit offenen Türen die Innenraum- Temperatur kontrollierten.
Unser Alvis TB 14 erntete viel Lob aufgrund seiner einzigartig designten Karosserie und der zügigen Fahrweise auch in den Bergen, schliesslich fuhr hinter mir ein Mercedes 300SL Cabrio mit 215 PS.
Am Samstag dann die Premiere, die Schlösser Tour durch Bayern. Wieder gutes Wetter bei der Abfahrt, dann aber bei der frühen Mittagspause der erste Regen. Das Aufbauen des Faltdaches beim Alvis lief noch nicht ganz routiniert ab sodass der Regen genau dann aufhörte als wir mit der Dachkonstruktion fertig waren. Jetzt wieder öffnen kam dann nicht in Frage. Unsere Entscheidung stellte sich als weise heraus, denn während einer Sonderprüfung brach ein regelrechtes Unwetter über uns herein, es schüttete wie aus Kübeln und blitzte und krachte fast gleichzeitig. Der TB 14 nahm auch das gelassen. Nicht dass wir trocken geblieben wären, aber wie sonst kann man undichte Stellen ausfindig machen, aber Motor und Elektronik blieben von den Wassermassen unbeeindruckt.
So kamen wir ohne irgend ein Problem ins Ziel und am nächsten Tag auf Achse wieder nach Hause.
Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung mit einer prachtvollen Landschaft und ausgesucht schönen, sehenswerten Autos. Wir kommen wieder!
Zum Alvis TB 14

Unser Alvis TB 14 bei der Arlberg Classic 2015.