Die Ötztal Classic 2015
Die 17. Ötztal Classic sollte etwas ganz besonderes werden: Die Rallye besucht die Hauptstadt Innsbruck!
Los geht es wie Jedes Jahr mit einer Aufstellung in Ötz. 62 Teilnehmer sind gemeldet, darunter edle Exoten wie der Lagonda Tourer M45 T7 BJ 1934 oder der BMW 328 Roadster BJ 1938, ein Rolls Royce Sedan BJ 1936, der zugegebener Maßen etwas deplatziert wirkte mitten in den Bergen. Das auto hat uns aber eines besseren belehrt: Im Gegensatz zum Lagonda und meinem Riley 9 Special BJ 1931 schaffte der Royce den steilen Anstieg zum Rentenbank Ferner auf über 2000m bei sengender Hitze problemlos.
Die nachkriegs-Autos sind da deutlich im Vorteil. Auch da gibt es einiges zu bestaunen: ein Morgan +4 Flat Rad BJ 1951, vom Besitzer perfekt restauriert oder der puristische Jaguar D Type der die Nr. eins von einem Ford a geerbt hat und unsere Prominenten Semino Rossi und Roland Kirchler, ehemaliger FC Tirol Trainer, durch die Rallye transportierte.
Wie immer ein Highlight: Der Stadt Grand Prix in Ötz. Brüllende Motoren in engen Gassen, ganz nach dem Geschmack der Zuseher. Die Zeiten sind knapp gehalten sodass bummeln nicht möglich ist, eigentlich gar nicht nötig weil ja jeder gerne zeigt was in seinem Liebling steckt.
Am Samstag geht es dann gemütlich Richtung Innsbruck. Ein Zwischenstopp im Stift Stams ist ja schon traditionell, aber der Rest der Strecke und besonders die Einfahrt in die Innsbrucker Altstadt ist schon etwas richtig besonderes. Tausende Touristen bestaunen die Exoten die da mitten durch die Fussgängerzone rollen. Schnell noch durch den Franziskanerbogen, etwas was jeder Innsbrucker gerne einmal machen möchte und Aufstellung nehmen am Platz vor dem Landestheater. Die Kulisse und die Oldies machen ein imposantes Bild.
Weiter gehts über die Maria Theresienstrasse und durch den Triumphbogen standesgemäss aus Innsbruck hinaus. Bis dahin war uns das Wetter hold, doch dann öffnet Petrus die Schleusen. Den Rest der Tour schüttet es teilweise recht kräftig und der Riley samt Insassen ist nass bis aufs Chassis. Noch die letzten Stempel geholt, einmal noch hinauf zum Piburger See auf eine herrliche Brotsuppe dann ab unter die heisse Dusche.
Leider blieb ein etwas bitterer Nachgeschmack, da es aufgrund einer eher dilettantischen Zeitnehmung zu einigen Protesten kam. Erst um 22:30 stand das Endergebnis fest. Und siehe da, die erste Ausfahrt mit dem Riley brachte uns einen Dritten Platz, der Lohn fürs durchhalten in Hitze und Wolkenbruch, ohne Kleemannlage und Dach.
Es ist wie ein Familientreffen, überschaubar und von besonderer Landschaftlicher Qualität, Wir haben es sehr entspannt empfunden und kommen nächstes Jahr sicher wieder-Ehrensache!

Start in Ötz

Einfahrt zur Sonderprüfung Gries

Durch Innsbrucks Altstadt